Weshalb sich ein Lerncoach lohnt

Bücher und Internet sind prima Lernhilfen, doch ohne menschlichen Lerncoach bleibt der Lernerfolg oft aus. Das liegt nicht daran, dass Sie das falsche Buch haben oder Online-Angebote nicht richtig nutzen. Es liegt daran, dass Sie selbst ein Mensch sind und sowohl die klügsten Buchseiten als auch die tollste Onlineplattform Ihnen das Wichtigste nicht geben können: nämlich Anerkennung und Motivation.

MA Erfolg edformcoVor kurzem hat Facebook-Gründer Marc Zuckerberg seine erste Rede auf Chinesisch gehalten. Er hat eine komplizierte Sprache gelernt und der Herausforderung gestellt, in der neu gelernten Sprache eine öffentliche Rede zu halten. Erinnern Sie Sich an Situationen, in denen Sie sagten „das möchte ich auch können?“. Ich behaupte mal, das haben Sie schon häufig gesagt. Ich auch. Manche der „ich möchte das auch können“ , sind nur flüchtige Wunschgedanken. Akrobatisch durch die Luft zu fliegen finde ich klasse und aber dem  „ich möchte ich das auch können“  widme ich wenig Aufmerksamkeit, denn  wirklich traurig stimmt es mich nicht, dass ich meine wenig gelenkigen Lebensjahrzehnte nicht durch ein halbes Dutzend Flick-Flacks wirbeln kann. Aber es gibt auch jede Menge „ich möchte das auch können“, die immer wieder auftauchen, an Kraft gewinnen und die innere Zufriedenheit plagen. Und schon ist es passiert:  das „Haben-Wollen“ ist da. Jetzt wird es unbequem. Denn plötzlich ist da dieses „Haben-Wollen“ , das nicht mit Geld gekauft werden kann. Denn „Können“ heisst Lernen und Lernen dauert lange und ist unbequem. Da reichen die Entscheidung und anfängliche Begeisterung nicht aus. Ich wollte Russisch lernen und irgendwann ging ich los und machte Nägel mit Köpfen. Es war ja so leicht. Als erstes fand ich ein wundervolles Buch und sonnte mich in der Zufriedenheit, den ersten Schritt getan zu haben. Eine Lektion in der Woche sollte kein Problem sein. Dazu brauchte es nur etwas Zeit und Motivation. Sehr einfach, denn Zeitmanagement und Motivationstechniken beherrsche ich. Eine Woche lang paukte ich mich durch das russische Alphabet und die ersten Wörter. Dann bekam ich Besuch von Herrn Unlust und Frau Entschuldigung was dazu führte, dass mein Russisch-Buch vom Tisch ins Regal wanderte. Da stand es nun und bescheerte mir jedes Mal beim Abstauben ein schlechtes Gewissen. Monate später dann der neue Anlauf. Am Computer müsste es funktionieren. Einfach zwischendurchmal eine Übung machen. Im Gegensatz zum Buch wurde ich vom Online-Programm für richtige Antworten sogar gelobt. Meine Motivation und das lobende Programm – das muss funktionieren. Hat es aber nicht!

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich wie mir und sie haben schon zig sogenannte Motivations- und Erfolgsbücher gelesen. Viele davon sind toll, mitreisend. Was haben Sie bei Ihnen bewirkt? Bei mir ist die anfängliche Begeisterung dem Gefühl gewichen, dass ich zu denjenigen Menschen gehöre, die natürlich keinen Erfolg haben können, weil ich weder jeden Tag im Morgengrauen Laufen gehe noch monatelang konsequent einem Ziel hinterher jage. Ein schreckliches Gefühl! Und das Falsche! Um das zu Erkennen, musste ich mich aus Bergen von Selbstzweifeln ausgraben. Dabei ist die Erkenntnis so einfach: ich bin ein Mensch! Und damit keine programmierbare Maschine. Jeder Mensch tickt anders und deshalb gibt es keine pauschalen Anleitung, mit denen das „ich möchte das auch können“ erreicht werden kann. Für das Auto X der Marke Y kann eine Anleitung geschrieben werden und damit funktioniert jedes Auto X der Marke Y gleich. Für uns Menschen gilt das nicht! Bücher und Programme können uns niemals alles lehren, was wir als Menschen brauchen, damit wir zum „Können“ kommen. Der Schlüssel liegt im Motivieren und Anerkennen und das können Menschen nunmal am besten. Dazu gehört die eigene Motivation und Anerkennung und – ganz wichtig – die Motivation und Anerkennung von anderen Menschen. Beweise dafür gibt es genug: Welche Fussballmannschaft trainiert sich selbst? Die Theorie kann angelesen werden, die Spieler können motiviert üben und moderne Technik gibt effektive Trainingshilfen. Weshalb haben selbst weltbekannte Pianisten nicht auf ihren Klavierlehrer verzichtet, wo es doch genug Programme und Bücher zum Selbststudium gibt?

Tipps für Führungskräfte und TeamarbeitEs sind Menschen, die Menschen erfolgreich machen! Daran wird auch der technische Fortschritt nichts ändern. Das „ich möchte das auch können“ braucht menschliche Lehrer, Trainer, Coachs, die genau das machen, was Bücher und Programme nicht können. Ein Schulterklopfen auf Augenhöhe ist bedeutet mehr als ein grün blinkendes „OK-Smilie“ auf dem Bildschirm. Mit Sicherheit hat auch Internetmann von Welt, Marc  Zuckerberg, beim Chinesischlernen nicht auf menschliche Unterstützung verzichtet, auf einen Lerncoach, der weiss, wie er dem vielbeschäftigten Zuckerberg die chinesische Sprache massgeschneidert beibringt. Ein Lehrer, der weiss, wie und wann Motivation von Nöten ist.

Eine Investition in einen Lerncoach oder Trainer lohnt sich immer und vor allem für Bereiche, in denen die menschliche Seite eine Rolle spielt. Die Details eins Zeichenprogrammes kann ich mir selbst beibringen – das sind Fakten, die ich in Büchern oder im Internet nachlesen und direkt am Computer Schritt um Schritt umsetzen kann.  Bei komplexen Themen funktioniert das nicht. Herr Müller spricht ganz pasabel Spanisch, trotzdem hat er immer wieder Probleme bei Verhandlungen mit spanischen Kunden. Es liegt nicht an seinem Vokabular. Sich in einer fremden Sprache ausdrücken zu können braucht mehr – und nicht unbedingt die perfekte Grammatik!  Körpersprache, Inhalte und das Aufbauen von Vertauen  müssen massgeschneidert  geübt und angewendet werden. Denn Ton, Aussagen und Körpersprache müssen zum eigenen Charakter passen.

Ähnlich sieht es bei der Kommunikation im Geschäftsleben – im Team, mit Vorgesetzten, bei Präsentationen, bei Kunden…. –  aus. Es gibt reichlich Veröffentlichungen zu „Wie kommuniziere ich mit meinen Kunden“, „Erfolgreich Verhandeln“ oder „Verbessern Sie Ihren Auftritt im Internet“. Doch mal ehrlich: was passiert, wenn Sie das Gelesen haben? Setzen Sie das Gelesene in die Praxis um? Wenn ja, wie lange und mit welchem Erfolg?

Ich bin seit vielen Jahren und aus unterschiedlichsten Gründen ein fleissiger Autodidakt, habe mir Computerprogramme mit Hilfe von Internet&Co selbst beigebracht, bilde mich laufend mit Hilfe lesenswerter Bücher und internationelen Online-Plattformen  in meinen Fachgebieten und Fremdsprachen fort. Trotzdem verzichte ich nicht auf menschliche Lehrmeister. Zum Russisch-Kurs habe ich mich mittlerweile angemeldet. Ich brauche den Druck, zum festgelegten Zeitpunkt meine Hausausgaben zu liefern, das Lob und den Tadel und die menschliche Interaktion zwischen Lehrer und Schüleren.

PS: Ich arbeite selbst als Lerncoach und Sprachtrainer.  Gleichzeitig bin ich immer Schülerin und Lernende. Meine höchste Auszeichnung sind die Erfolge meiner Kursteilnehmer und deren strahlenden Augen, wenn ein Lernziel erreicht wird. Bei allen Lehrprojekten sind Bücher und Online-Material wertvolle Hilfsmittel, denn damit kann ich mich auf das konzentrieren, was diese nicht können: Meine menschlichen „Werkzeuge“. Mit diesen kann ich Lernstörer wie „in Sprachen war ich noch nie gut“, „Telefonieren liegt mir nicht“ oder „das Internet ist nicht mein Ding“ zum Schweigen bringen und das Gegenteil beweisen.

 

Was macht ein Lerncoach und wie arbeitet er?

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lerncoaching

Anwendung

Lerncoaching ist nicht an spezifische Lerninhalte gebunden, da es hierbei um fächerübergreifende, generalisierbare Lernstrategien und Lerntechniken geht. Das Besondere am Lerncoaching ist, dass der Lerncoach mit seinem Klienten nicht nur Lernstrategien entwickelt, sondern auch an Themen wie Motivation, Selbstmanagement und soziale Kompetenz arbeitet. Damit verfolgt das Lerncoaching einen ganzheitlichen Ansatz, der die Persönlichkeit des Lernenden in den Mittelpunkt stellt.

Methodik

Grundsätzlich gilt aufgrund der Erkenntnisse der Pädagogik und Neurobiologie, dass sich der größte Lernerfolg generieren lässt, wenn Lernen in einem positiv-emotionalen, motivierten/motivierenden sowie konzentrierten Zustand stattfindet. Lerncoaches fördern die selbstgesteuerte Aktivierung dieses Zustands durch den Einsatz ressourcen- und zielorientierter Methoden, die Entwicklung ganzheitlicher Lernstrategien, klientengerechte Zielarbeit und Auflösen innerer Blockaden mithilfe kreativer mentaler oder körperorientierer Veränderungstechniken.